Garagen als Kapitalanlage

Garagen als Kapitalanlage

Eine Garage als Kapitalanlage? Im ersten Moment erscheint diese Idee vielleicht etwas exotisch. Doch wer hat nicht schon einmal händeringend einen Parkplatz gesucht? Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es durchaus Orte gibt, an denen Garagen ein wertvolles, weil knappes Gut sind.

Daher ist es kein Wunder, dass die Garage als Kapitalanlage an Attraktivität gewinnt.

Doch was sind die Vor und Nachteile bei solch einem Investment?

 

Zunächst einmal sind Garagen und Tiefgaragenstellplätze Immobilien, wie Wohnungen und Häuser auch. Aber im Gegensatz zu einer bewohnten Immobilie sind sie mit weniger Aufwand verbunden:
Keine Anrufe vom Mieter, dass die Klobrille kaputt ist und er Ersatz verlangt.
Keine Wohnungsübergaben etc. – der bürokratische Aufwand ist verglichen mit Wohnungen sehr gering.
Renovierungen und Reparaturen werden in der Regel von der WEG vorgenommen.

Außerdem unterliegen Garagenmietverträge üblicherweise dem Gewerbemietrecht.
Ein Besitzer kann deshalb im Falle ausbleibender Mieten viel schneller und unbürokratischer handeln als dies z.B. im Wohnmietrecht der Fall ist. Dies spart Geld, Zeit und Ärger.

Ein weiterer Vorteil ist die breite Streuung.

Im Gegensatz zu Wohn – und Gewerbeimmobilien im klassischen Sinne ist die Anlageform Garagen von Mietzahlern unabhängiger. Besitzen Sie z.B. 5 Garagen an Stelle von einer Wohnung, dann führt die Vielzahl unterschiedlicher Mieter zu einer breiten Streuung, schont die Nerven des Anlegers und lässt ihn ruhig schlafen. Daher wird diese Anlageform besonders von Personen geschätzt und gewürdigt, die unliebsame Überraschungen vermeiden wollen.

Ein weiterer Vorteil bei den derzeitig sehr hohen Immobilienpreisen ist, dass man bei Garagen ein wesentlich geringeres Investment hat.
Die Größenordnung der Investition kann üblicherweise sehr präzise auf die Bedürfnisse des Anlegers angepasst werden. Auch dies stellt eine Form von Unabhängigkeit dar. Will man eine, fünf oder gar ein Paket aus 10 Garagen kaufen? Alles ist möglich

Ein Anleger, der z.B. 30.000,-€ Eigenkapital angespart hat, ist mit Garagen im Wert von 30.000,-€, die er ohne Schulden erwirbt, in einer weitaus besseren Lage als ein vergleichbarer Anleger, der z.B. eine Wohnimmobilie für 120.000,-€ kauft, kein Eigenkapital mehr besitzt, jedoch 90.000,-€ Verbindlichkeiten abzahlen muss. Seine Einnahmen gehören ab dem ersten Tag ihm und er bleibt viel flexibler, da er Schuldenfrei ist.

 

Eine Garage als Kapitalanlage ist aber nicht für jedermann geeignet.

Zunächst ist es natürlich eine eher nüchterne Anlageform.

Viele Immobilienbesitzer wählen Ihre Kapitalanlage nach dem Motto aus „In dieser Wohnung könnte ich mir vorstellen selbst zu wohnen“ – dieser emotionale Faktor fällt bei Garagen natürlich weg.

Der Kauf von Garagen wird von Banken nicht gerne finanziert. Für die Banken stellt eine solche Finanzierung einen hohen bürokratischen Aufwand dar, da im Falle einer Insolvenz jeder Stellplatz als einzelne Immobilie abgewickelt werden muss. Das heißt der Anleger sollte optimaler Weise über die entsprechenden Mittel zum Garagenkauf verfügen.

Und Garage ist natürlich nicht gleich Garage. Zum einen ist die Lage und Nachfrage entscheidend, aber auch der Zustand – speziell bei Tiefgaragen – ist ein kritischer Faktor, denn Sanierungen können hier teuer kommen. Daher ist es auch wichtig, dass man sich die Teilungserklärung genau durchliest und sieht, wie die Übernahme der Kosten bei Renovierungen und Sanierungen in der WEG geregelt ist.

Zu beachten ist außerdem, dass jede Garage, oder jeder Tiefgaragenstellplatz eine eigene Immobilie ist. Dies bietet zum einen den Vorteil, dass man einerseits leicht einen Teil seiner Garagen verkaufen kann, wenn man Liquidität benötigt. Andererseits muss man aufpassen, dass man nicht in die Situation gerät vom Finanzamt als „gewerblicher Verkäufer“ angesehen zu werden und damit die Gewinne aus dem Verkauf versteuern zu müssen. Als Daumen-Regel gilt hier die „3 Objekte in  fünf Jahren“-Grenze. Hierzu sollten Sie sich also vor einem Kauf und vor allem vor einem Verkauf von Garagen bei Ihrem Steuerberater informieren.

 

Zusammengefasst ist zu sagen:

Als Kapitalanlage eignen sich vorzugsweise „pflegeleichte“ Garagen. Darunter versteht man komplett vermietete Garagen mit kompletten Zahlungseingängen sowie einer Vorort Betreuung im Vermietungsfall.

 

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